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671 Petitionen | 1148.726 Zeichnungen | Stand 1.10.2008 
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DemokratieOnline - Petition Ärzte: Honorierung ärztlicher Leistungen

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Titel der Petition
Thema
Ärzte: Honorierung ärztlicher Leistungen Sozialversicherung, Kinderbeihilfen, Arbeitsmedizin
Mit der Petition soll erreicht werden, ärztliche Leistungen in gleicher Höhe zu honorieren, unabhängig davon, ob der Patient gesetzlich oder privat krankenversichert ist.

Begründung:
Es ist nicht hinnehmbar, dass Ärzte für ihre Arbeit nicht angemessen honoriert werden. Sowohl privat- als auch kassenversicherte Personen haben ein Recht darauf, entsprechend ihrer Krankheit, angemessen behandelt zu werden. Der Anreiz bzw. die Notwendigkeit für einen Arzt, sein Honorar mit einer bestimmten Menge von Privatpatienten zu erhöhen, führt zu einer Benachteiligung der Kassenpatienten, die sich in der Wartezeit und in der Art der Behandlung immer deutlicher zeigen. Auch wenn sich Kassenpatienten durch eine Zusatz-Privatversicherung für Extra-Leistungen versichern, bekommen sie über die erfolgte ärztliche Leistung eine Rechnung, die ein mehrfaches der Kassenleistung enthält, und haben so ein Kostenrisiko, das unüberschaubar wird. Die im nächsten Jahr in Kraft tretende Gesundheitsreform wird nicht die erwartete Verbesserung bringen, auch wird immer noch darauf verzichtet, dass privat versicherte Personen eine an ihrem Einkommen gemessene Prämie zu bezahlen haben. Das Solidaritätsprinzip ist außer Kraft, da gerade die Versicherungspflichtgrenzen viel zu niedrig sind. Deshalb kann eine Reform nur Erfolg versprechen, wenn ausnahmslos alle Bürger verpflichten sind, sich zu versichern, und wenn ausnahmslos alle Versicherten eine Prämie nach dem Einkommen gestaffelt zu entrichten haben. (Privatversicherungsprämien sind für Reiche oft nicht einmal 0,5% ihres Einkommens!!!) Erst wenn die wirklich Reichen auch den gleichen Prozentsatz ihres Einkommens einzahlen, kann von einem Solidarprinzip gesprochen werden. Erst wenn dann in einen gemeinsamen Fond die von allen Versicherungen erhobenen Einzahlungen, entsprechend der Verteilung der Krankheitskosten, verwalteten Gelder im Überfluss vorhanden sind, kann man eine Höchstprämie als Grenze bestimmen, die dann variabel den tatsächlichen Kosten entsprechend gesenkt werden kann. Ich fordere den deutschen Bundestag auf, die geplante Reform so zu verändern, dass alle Versicherungen einschließlich der gesetzlichen Krankenkassen durch einen sozialverträglichen Fond sowohl die Ärzte angemessen bezahlen, als auch eine Büdgetierung der Leistungen unnötig machen, und ein echtes Solidarprinzip realisierendes Versicherungswesen einzurichten, das auch die neuseten medizinischen Therapien einschließt und von allen Bürgern getragen werden kann, sowohl für die Krankenversicherung als auch für die Pflegeversicherung. Dieses soll für alle Menschen in unserem Land, die kein Einkommen haben bzw. Hartz4-Empfänger sind und der Kinder kostenlos genutzt werden können. Ärzte sollen ohne Rücksicht auf die Versicherung der Patienten für die gleiche Leistung auch entsprechend gleich honoriert werden. Zuzahlungen soll es nur in ganz geringem Maße geben (z.B.Rezeptgebühr von 1.- € pro Rezept), ohne Praxisgebühr, denn diese führt bei Armen zu einer Verschleppung von Krankheiten und damit zu einer unnötigen Kostensteigerung. Eine Erhöhung ist nicht hinnehmbar, auch keine zusätzlichen Gebühren, sondern eine deutliche Senkung nötig.

Zeichner
Einreichung
Zeichnungsende
Verfahrensstand
Petent
353 21.05.2008 15.07.2008 in der parlamentarischen Prüfung Edeltraud Studer

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